Ich werde oft gefragt ob Maxi ein Wunschkind war.
JA absolutes Wunschkind … aber nicht unbedingt zu diesem Zeitpunkt … also ein „ungeplantes Wunschkind“.
Ich war 20, seit kurzem selbstständig, frisch verliebt und frei. Nein – ganz ehrlich, zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch kein Baby im Kopf.

Wir 2 waren genau 1 Jahr und 13 Tage ein Paar, als wir auf 3 Schwangerschaftstests mit jeweils 2 dicken fetten Strichen starrten.
Das 1. Testergebnis war meiner Meinung nach einfach falsch, beim 2. Test war ich noch davon überzeugt, dass es ein „billiger“ war –
und das Ergebnis somit auch nicht stimmen konnte. Beim 3. Test, den Berni extra aus einer Apotheke holte, wurde ich dann
stutzig … nein, man könnte es auch panisch nennen.

Eine Woche zuvor (da war ich schon 8 Wochen schwanger) sprachen wir über das Thema und haben ganz locker lässig gemeint, dass wir uns beide Kinder wünschen und es auch kein Supergau wäre, wenn es irgendwann passieren würde. BÄM.SUPERGAU. In dem Moment, als die
3 Testergebnisse in dieser unfassbaren Eindeutigkeit vor uns lagen, war dann doch nicht alles easycheesy.

2 Tage und schlaflose Nächte später war es immer noch unglaublich und wir begannen, uns schön langsam auf das neue unbekannte Leben einzustellen.

5 Jahre und 2 Kinder später wissen wir, dass man gemeinsam alles schaffen kann. Wir haben das Glück, großartige Familien zu haben, die uns unterstützt und vor allem immer das Gefühl gegeben haben, dass wir dieser Aufgabe auf jeden Fall gewachsen sind.

Ich habe gelernt, dass man mit allen Situationen wächst, oft auf den gesunden Hausverstand hören soll und alle „Supermütter“, die behaupten, es ist immer alles super toll, wie gedruckt lügen!
Das Leben (mit Kindern) ist kein Ponyhof. Kinder zu haben bedeutet sehr viel Schönes zu bekommen, jedoch auch einiges zu verlieren und verzichten zu lernen.

Es gab/gibt Tage, an denen ich die Minuten zähle bis Berni von der Arbeit kommt, ihm heulend die Kinder in die Hände drücke
(ICH heule – nicht die Kinder) und mich mit einem Glas Wein und einer Zigarette auf der Terrasse verstecke. JA ich rauche – meistens im Sommer und meistens in Begleitung von Wein. Und für alle besorgten Mütter: NEIN ich hab in der Schwangerschaft nicht geraucht und gebe alles, dass mich meine Kinder nicht mit einer Zigarette erwischen.

Mittlerweile bekomme ich mich langsam selbst zurück. Ich arbeite zweimal die Woche vormittags und wir führten einen fixen „Mama-Abend“ ein, an dem ich mich mit Freundinnen treffe oder einfach mal nur die Wand blöd anschaue … oder neuestens an meinem Blog schreibe (hehe!)
Hauptsache mal keine Verantwortung und durchatmen. PUUUHHHH

Außerdem empfehlenswert bei Überbeanspruchung: RESI ♥ aka Olga das russische Kindermädchen.
Meine (kinderlose) Schwester Teresa ist Maxi’s Patentante und eine echte Perle. Die Kinder lieben „ihre Hesi“ (wir lieben sie noch viiiiiel mehr – Olga for president!!!)

Nur Berni und ich – manchmal genießen wir dann ein gemeinsames Essen mit gutem Wein, tauschen Jogginghose gegen Kleid und Hemd und sind für ein paar Stunden einfach nur wir zwei, so wie wir es früher waren.

So schön diese „Nur wir 2“-Zeiten auch sind – unsere Herzen sind immer voller Liebe wenn wir heimkommen, in die Kinderzimmer schleichen und unsere zwei Jungs beim Schlafen beobachten.

Wenn wir dann im Bett liegen lauschen wir Maxi’s Schnarchen und Xandi’s genüsslichem Nuckeln am Schnuller – und das Leben ist wunderschön, so wie es ist.

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