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Nach drei Kindern und drei Taufen hab ich schon einiges an Material beisammen, daher gibts heute – wie versprochen – einen Beitrag mit Ideen, Anregungen und Inspiration zum Thema. Während ich gerade so vor mich hin tippe, sitzt auf meinem Schoß ein zahnendes und weinerliches Bärchen, daher bitte ich euch Beistrich- oder Rechtschreibfehler ausnahmsweise zu ignorieren und zu entschuldigen, dass ich es momentan nicht schaffe ausführlich von Nicolas‘ Taufe zu erzählen. Manchmal liegt die Würze eben in der Kürze ;-)
Ab Herbst gibt es hier wieder mehr persönliche Worte und Bilder. Versprochen!

Um eine der meist gestellten Fragen gleich vorweg zu beantworten: Das Kirchenheft „Olivenzweig“ hab ich bei Atelier Rosemood bestellt, die Einlegeblätter mit Ablauf und Liedertexte kann man ganz einfach selbst am PC gestalten und mit einem Band zu einem Heft binden. 

Zusätzlich zu den Texten, Fürbitten und Musik weiter unten im Beitrag hab ich hier noch fünf unserer Lieblings-Kinderbücher, die schön verpackt ganz liebe Geschenke zur Taufe abgeben, das Kind liebevoll begleiten und dazu noch richtig toll illustriert sind:

Fürbitten


// Lieber Gott, schenke …. viel Sonnenschein, damit ihm die Freude am Leben immer erhalten bleibt.
Lass ihn auch selbst für andere Menschen da sein und somit selbst Sonne sein.

// Lieber Gott, schenke …. ein gutes Herz, in dem Du wohnst,
damit er deine und unsere Liebe spüren und weitergeben kann.

// Lieber Gott, schenke …. einen Schutzengel, der ihn auf all seinen Wegen begleitet und seine schützenden Hände über ihn hält.

// Lieber Gott, schenke …. die Geborgenheit seiner Familie und Freunde und lass ihn stets bei uns und in dir ein Stück Heimat finden.

// …., ich schenke dir diese Schuhe, die wichtig sind für deine Schritte ins Leben und bitte Gott: Begleite …. auf seinem Lebensweg und schenke ihm Ausdauer und Kraft, damit er bei Schwierigkeiten nicht ermüdet und mutlos wird. 

// …., ich schenke dir dieses Taschentuch für deine Tränen und bitte Gott: Bewahre …. vor zu viel Traurigkeit, Krankheit und Leid und schicke ihm Menschen zur Seite, die ihm Trost und Liebe spenden. 

// …., ich schenke dir diesen Schirm, ein buntes Zeichen des Beschützt-seins und bitte Gott: Lass …. spüren, dass es einen Gott gibt, der ihn auf seinem Lebensweg begleitet und seine Liebe wie ein Mantel über ihm ausbreitet.

Texte

 

Wir wünschen dir

Wir wünschen dir einen Mund, der das Unrecht beim Namen nennt,
und der nicht verlegen ist um ein Wort des Trostes und der Liebe zur rechten Zeit.

Wir wünschen dir Hände, mit denen du Versöhnung bekräftigen kannst
und die nicht festhalten, was du in Fülle hast und teilen kannst.

Wir wünschen dir Füße, die dich auf den Weg bringen zu dem, was wichtig ist,
und die nicht stehen bleiben vor den Schritten, die entscheidend sind.

Wir wünschen dir ein Rückgrat, mit dem du aufrecht und aufrichtig leben kannst
und das sich nicht beugt vor Unterdrückung, Willkür und Macht.

Wir wünschen dir ein Herz, in dem viele Menschen zuhause sind,
und das nicht müde wird, Liebe zu üben und Schuld zu verzeihen.


Nacherzählung aus „Der kleine Prinz“

Es war einmal ein kleiner Prinz auf einem fernen Planeten. Dieser Planet war sehr klein, nicht größer als unsere Kirche hier. Der kleine Prinz lebte dort allein. Na ja, nicht ganz allein, denn dort wuchs eine Rose, eine einzige Rose.

Der Prinz liebte seine Rose über alles. Wenn sie traurig war, tröstete er sie; wenn der Wind gegen die Blüte blies, umschloss er sie mit seinen Händen; wenn eine Raupe an den Blättern nagen wollte, stülpte er ein schützendes Glas über sie.

Eines Tages musste der Prinz seine Rose für kurze Zeit allein lassen, denn er flog zur Erde. Er landete mitten in einem Rosenfeld. Er sah die vielen Rosen und wurde sehr traurig. „Ich dachte, es gäbe nur eine Rose im ganzen Universum,“ sagte er, „meine Rose. Ich dachte sie sei etwas Besonderes. Doch es gibt so viele, und sie sind alle gleich schön. Ich weiß nun gar nicht mehr, warum ich meine Rose liebe.“

In diesem Moment erschien ein Fuchs. „Wer bist du?“, sagte der kleine Prinz. „Ich bin ein Fuchs“, sagte der Fuchs. „Komm, spiel mit mir“, schlug der kleine Prinz vor. „Ich kann nicht mit dir spielen“, sagte der Fuchs, „ich bin noch nicht gezähmt! Zähmen bedeutet‚ sich vertraut zu machen. Noch bin ich für dich nur irgendein Fuchs, doch wenn du mich zähmst, bin ich einzigartig für dich.“

Also machte sich der kleine Prinz mit dem Fuchs vertraut. Sie blieben einige Zeit zusammen. Als die Zeit des Abschieds kam, sagte der Fuchs: „Geh die Rosen wieder anschauen. Du wirst begreifen, dass die deine die einzige ist.“

Der kleine Prinz ging zu den Rosen. Da fiel es ihm auf! „Ihr seid gar nicht wie meine Rose,“ sagte er zu ihnen. Ihr seid wie mein Fuchs war. Er war nur ein Fuchs wie hunderttausend andere. Aber ich habe ihn zu meinem Freund gemacht und jetzt ist er der einzige in der Welt. Ihr seid schön, aber ihr seid leer,“ sagte er noch. „Meine Rose habe ich begossen. Ich habe sie unter den Glassturz gestellt, sie beschützt, sie von Raupen befreit. Ich habe sie klagen und rühmen gehört und manchmal schweigen. Das ist meine Rose; sie ist die einzige.“

Der kleine Prinz kam zum Fuchs zurück. „Nun wirst du das Geheimnis verstehen,“ sagte der Fuchs, „das ich dir mitgebe; es ist ganz einfach: Man sieht nur mit dem Herzen gut; alles Wesentliche ist für das Auge unsichtbar.“ Der kleine Prinz wiederholte, um es sich zu merken: „Alles Wesentliche ist für das Auge unsichtbar.“

„Und da ist noch etwas“, sagte der Fuchs, „die Menschen haben diese Wahrheit vergessen, aber du darfst nie vergessen: Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast. Du bist für deine Rose verantwortlich.“ „Ich bin für meine Rose verantwortlich“, wiederholte der Prinz, um es sich zu merken.“


Blume, Sonne, Baum

Wir wünschen Dir,
dass entlang deines Weges Blumen blühen,
Blumen der Anerkennung und der Wertschätzung,
Blumen der Bescheidenheit und Hoffnung,
Blumen der Freiheit und Liebe,
Blumen, die sich nach dunkler Nacht dem Licht zuwenden.

Wir wünschen Dir,
dass entlang deines Lebensweges die Sonne strahlt,
eine Sonne, die dich erwärmt,
eine Sonne, deren Strahlen dich liebkosen,
eine Sonne, die Farben in dein Leben bringt,
eine Sonne, durch deren Licht
du größeres erahnen kannst.

Wir wünschen Dir,
dass du wirst wie ein Baum,
der sich tief gründen und Wurzeln schlagen kann,
der sich aufrichtet
und sich dem Himmel öffnet.

Ablauf

 

Begrüßung

Fragen an die Eltern und Patin

Kreuzzeichen aller Mitfeiernden

Musik

Gebet

Text Patin

Lesung 

Predigt

Musik

Fürbitten

Taufversprechen

Taufe mit dem Taufwasser

Salbung mit Chrisam

Überreichung des Taufkleides

Übergabe der Taufkerze
(Vater entzündet die Taufkerze)

Musik
(Während alle Kinder ihre Taufkerzen entzünden)

Vater unser
(gesungen)

Text Eltern

Segen

Musik

Abschluss

Musik

 

Mit Klick auf den Titel kommt ihr direkt zum Lied und könnt es euch anhören. 

Sunny Dale – Wir wünschen dir Liebe

Sunny Dale – An deiner Seite

Poxrucker Sisters – Ganz vü Liebe gebn

Yiruma – River flows in you 

Somewhere over the rainbow

Yvonne Catterfeld – Was bleibt

Kirchliche Lieder:

In deinem Namen wollen wir
Du bist das Licht der Welt
Manchmal feiern wir mitten am Tag
Wir feiern heut ein Fest
Gottes Segen möge dich umarmen

Bibelstellen

 

LESUNGEN

1. Lesung aus dem Buch Exodus. Ex 17, 3-7

Das Volk dürstete dort nach Wasser und murrte gegen Mose. Sie sagten: Warum hast du uns überhaupt aus Ägypten hierher geführt? Um uns, unsere Söhne und unser Vieh verdursten zu lassen? Mose schrie zum Herrn: Was soll ich mit diesem Volk anfangen? Es fehlt nur wenig, und sie steinigen mich. Der Herr antwortete Mose: Geh am Volk vorbei, und nimm einige von den Ältesten Israels mit; nimm auch den Stab in die Hand, mit dem du auf den Nil geschlagen hast, und geh! Dort drüben auf dem Felsen am Horeb werde ich vor dir stehen. Dann schlag an den Felsen! Es wird Wasser herauskommen, und das Volk kann trinken. Das tat Mose vor den Augen der Ältesten Israels. Den Ort nannte er Massa und Meriba (Probe und Streit), weil die Israeliten Streit begonnen und den Herrn auf die Probe gestellt hatten, indem sie sagten: Ist der Herr in unserer Mitte oder nicht?

2. Lesung aus dem Buch Ezechiel. Ez 36, 24-28

Das Wort des Herrn erging an mich: Ich hole euch heraus aus den Völkern, ich sammle euch aus allen Ländern und bringe euch in euer Land. Ich gieße reines Wasser über euch aus, dann werdet ihr rein. Ich reinige euch von aller Unreinheit und von allen euren Götzen. Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch. Ich nehme das Herz von Stein aus eurer Brust und gebe euch ein Herz von Fleisch. Ich lege meinen Geist in euch und bewirke, dass ihr meinen Gesetzen folgt und auf meine Gebote achtet und sie erfüllt. Dann werdet ihr in dem Land wohnen, das ich euren Vätern gab. Ihr werdet mein Volk sein, und ich werde euer Gott sein.

3. Lesung aus dem Buch Ezechiel. Ez 47, 1-9.12

Der Engel Gottes führte mich zum Eingang des Tempels zurück, und ich sah, wie unter der Tempelschwelle Wasser hervorströmte und nach Osten floss; denn die vordere Seite des Tempels schaute nach Osten. Das Wasser floss unterhalb der rechten Seite des Tempels herab, südlich vom Altar. Dann führte er mich durch das Nordtor hinaus und ließ mich außen herum zum äußeren Osttor gehen. Und ich sah das Wasser an der Südseite hervorrieseln. Der Mann ging nach Osten hinaus, mit der Mess-Schnur in der Hand, maß tausend Ellen ab und ließ mich durch das Wasser gehen; das Wasser reichte mir bis an die Knöchel. Dann maß er wieder tausend Ellen ab und ließ mich durch das Wasser gehen; das Wasser reichte mir bis zu den Knien. Darauf maß er wieder tausend Ellen ab und ließ mich hindurchgehen; das Wasser ging mir bis an die Hüften.

Und er maß noch einmal tausend Ellen ab. Da war es ein Fluss, den ich nicht mehr durchschreiten konnte; denn das Wasser war tief, ein Wasser, durch das man schwimmen musste, ein Fluss, den man nicht mehr durchschreiten konnte. Dann fragte er mich: Hast du es gesehen, Menschensohn? Darauf führte er mich zurück, am Ufer des Flusses entlang. Als ich zurückging, sah ich an beiden Ufern des Flusses sehr viele Bäume. Er sagte zu mir: Dieses Wasser fließt in den östlichen Bezirk, es strömt in die Araba hinab und läuft in das Meer, in das Meer mit dem salzigen Wasser. So wird das salzige Wasser gesund. Wohin der Fluss gelangt, da werden alle Lebewesen, alles, was sich regt, leben können, und sehr viele Fische wird es geben. Weil dieses Wasser dort hinkommt, werden (die Fluten) gesund; wohin der Fluss kommt, dort bleibt alles am Leben. An beiden Ufern des Flusses wachsen alle Arten von Obstbäumen. Ihr Laub wird nicht welken, und sie werden nie ohne Frucht sein. Jeden Monat tragen sie frische Früchte; denn das Wasser des Flusses kommt aus dem Heiligtum. Die Früchte werden als Speise und die Blätter als Heilmittel dienen.

4. Lesung aus dem Brief an die Römer. Röm 6, 3-5

Wisst ihr denn nicht, dass wir alle, die wir auf Christus Jesus getauft wurden, auf seinen Tod getauft worden sind? Wir wurden mit ihm begraben durch die Taufe auf den Tod; und wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt wurde, so sollen auch wir als neue Menschen leben. Wenn wir nämlich ihm gleich geworden sind in seinem Tod, dann werden wir mit ihm auch in seiner Auferstehung vereinigt sein.

5. Lesung aus dem Brief an die Römer. Röm 8, 28-32

Wir wissen, dass Gott bei denen, die ihn lieben, alles zum Guten führt, bei denen, die nach seinem ewigen Plan berufen sind; denn alle, die er im voraus erkannt hat, hat er auch im voraus dazu bestimmt, an Wesen und Gestalt seines Sohnes teilzuhaben, damit dieser der Erstgeborene von vielen Brüdern sei. Die aber, die er vorausbestimmt hat, hat er auch berufen, und die er berufen hat, hat er auch gerecht gemacht; die er aber gerecht gemacht hat, die hat er auch verherrlicht. Was ergibt sich nun, wenn wir das alles bedenken? Ist Gott für uns, wer ist dann gegen uns? Er hat seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern ihn für uns alle hingegeben – wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken?

EVANGELIEN:

1. Aus dem Evangelium nach Matthäus. Mt 22, 34-40

Als die Pharisäer hörten, dass Jesus die Sadduzäer zum Schweigen gebracht hatte, kamen sie bei ihm zusammen. Einer von ihnen, ein Gesetzeslehrer, wollte ihn auf die Probe stellen und fragte ihn: Meister, welches Gebot im Gesetz ist das wichtigste? Er antwortete ihm: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken. Das ist das wichtigste und erste Gebot. Ebenso wichtig ist das zweite: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. An diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz samt den Propheten.

2. Aus dem Evangelium nach Matthäus Mt 28, 18-20

Jesus trat auf die Apostel zu und sagte zu ihnen: Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf der Erde. Darum geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.

3. Aus dem Evangelium nach Markus Mk 1, 9-11

In jenen Tagen kam Jesus aus Nazaret in Galiläa und ließ sich von Johannes im Jordan taufen. Und als er aus dem Wasser stieg, sah er, dass der Himmel sich öffnete und der Geist wie eine Taube auf ihn herabkam. Und eine Stimme aus dem Himmel sprach: Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Gefallen gefunden.

4. Aus dem Evangelium nach Markus Mk 10, 13-16

Man brachte Kinder zu Jesus, damit er sie mit der Hand berührte. Die Jünger aber wiesen die Leute ab. Als Jesus das sah, wurde er unwillig und sagte zu ihnen: Lasst die Kinder zu mir kommen; hindert sie nicht daran! Denn Menschen wie ihnen gehört das Reich Gottes. Amen, ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht so annimmt, als wäre er ein Kind, wird nicht hineinkommen. Und er nahm die Kinder in seine Arme; dann legte er ihnen die Hände auf und segnete sie.