Nachdem es hier derzeit ein bisschen ruhiger ist und es viele von euch vielleicht auch schon vermuten, gibt es heute ein paar persönliche Zeilen über eine neue, aufregende Reise, auf die wir euch gerne mitnehmen möchten …

Vor sechs Wochen, ich war acht Tage überfällig und verbrachte zwei schlaflose Nächte im Kinderspital, starrte ich (zum dritten Mal in meinem Leben) etwas ungläubig auf einen positiven Schwangerschaftstest. Obwohl es eigentlich nicht anders sein konnte, weil sich bereits alle Anzeichen einer Schwangerschaft deutlich bemerkbar machten, schmiss mich dieses dicke, fette Plus trotzdem kurzzeitig aus der Bahn und appellierte kurzzeitig an meinen Verstand.

„Drei gesunde Kinder – fordern wir das Glück nicht etwas heraus?“,  
„Wir haben kein drittes Kinderzimmer!“, 
„Welcher Babysitter passt freiwillig auf drei Kinder auf?“, 
„Wir brauchen ein neues Auto!“.

Das Mama Herz in mir konterte schlagfertig und – das Schönste – mein Mann gab mir in jeder Sekunde das Gefühl, dass er mich und die kleine Überraschung in meinem Bauch über alles liebt und wir gemeinsam alles meistern.

Gemeinsam können wir den Kindern jetzt auch endlich ihren größten Wunsch erfüllen. Okay, … ob es eine Schwester wird, wissen wir noch nicht. Die Tatsache, dass hier bald ein Baby einzieht und sie zu großen Brüdern macht, erfüllt die beiden (und uns) jedoch mit ganz viel Stolz und der ehrlichsten und schönsten Freude, die man sich nur vorstellen kann. Bis vor kurzem dachte ich nämlich, dass ich nach einem romantischen Heiratsantrag, dem darauffolgenden Ja-Wort und zwei Geburten die schönsten und bewegendsten Momente meines Lebens bereits erleben durfte. Als wir ihnen die große Neuigkeit behutsam erzählten war da wieder einer dieser großartigen Momente. Ein Moment, dessen Zauber und Liebe ich am liebsten sofort in ein Marmeladeglas gefüllt und fest verschlossen hätte, um ihn nie zu vergessen und ihn jederzeit zurückzuholen und erneut fühlen zu können.

„Mama, bitte kannst du noch ein bisschen bei meinem Bett sitzen und mich streicheln, damit das Baby und ich noch ein bisschen zusammen sein können?“ X

„Ich bin der Beschützer vom Baby. Ich bin der allergrößte Bruder hier im Haus.“  M

„Mama da ist ja wirklich ganz echt ein Baby drinnen. Dein Bauch ist echt schon gescheit dick.“ X (Haha!)

„Wenn das Baby weint, spiel ich ihm was am Klavier vor. Ich kann ja ein eigenes Lied für das Baby machen.“ M

Während ich in den letzten beiden Schwangerschaften meist verschont blieb, habe ich leider nun das Gefühl, bei jedem Wehwehchen laut „Hier“ zu schreien und plage mich seit Wochen mit Übelkeit, Müdigkeit, Schwindel und (als würde das alles nicht schon ausreichen) mit starker Wetterfühligkeit. Diese Umstände, ein Haushalt, ein Job und meine zwei Wirbelwinde halten mich derzeit also ordentlich auf Trab und zwingen mich dazu etwas leiser zu treten, jede noch so kurze freie Minute für mich und das Baby zu nutzen und mal alles andere links liegen zu lassen.

Zwischen Bergen von Geschirr und Wäsche, einem Garten voller Unkraut aber mit einer Riesen Portion Glück und Dankbarkeit, hoffe ich nun, dass das zweite Trimester es recht gut mit mir meint, dass sich die Schwangerschaft nicht mehr wie eine Krankheit anfühlt und ich auch bald wieder mehr Zeit für das Schreiben finde. Bis dahin halte ich euch immer wieder über meinen Instagram Feed auf dem Laufenden, hole mir jetzt schon voller Vorfreude hübsche Baby-Inspiration auf Pinterest und sammle im Kopf viele neue Geschichten und Ideen für euch und den Blog <3

Bis dahin, alles Liebe
eure Sophie