Kennt ihr das Gefühl, morgens aufzuwachen und eigentlich null Energie für den bevorstehenden Tag mit all seinen Herausforderungen zu haben? Schon beim Anblick der Wäscheberge davonlaufen zu wollen? Ab dem Mittagessen die Stunden zu zählen, bis Papa abends in die Einfahrt biegt und man endlich nicht mehr allein mit den sonst so normalen Aufgaben des Alltags ist? 

Mein November war voll damit. Ich fühlte mich in den letzten Wochen ziemlich müde, eine nie endende Erkältung und ein eingeklemmter Nerv in der Halswirbelsäule machten es auch nicht besser. Der kleine Untermieter in meinem Bauch lies mich zusätzlich – vor allem nachts – wissen, dass er gerne etwas mehr Platz hätte und nahm mir mit seiner Akrobatik wortwörtlich die Luft zum Atmen. Schlaf? Was ist das? Die knallharte Realistin in mir, erinnerte mich sofort an die ersten Wochen mit Baby, in denen Schlaf den größten Luxus überhaupt darstellt und ich begann zu verzweifeln. Wie soll ich nur der Situation mit einem Neugeborenen gerecht werden, wenn ich derart energielos und müde in diesen neuen Lebensabschnitt starte? 

Die langen nächtlichen Grübeleien und Gedanken rund um den dritten Kaiserschnitt (Hier könnt ihr mehr zu diesem Thema und meinen Erfahrungen dazu lesen) und alles was dabei passieren könnte und die Angst, bei all der Vorfreude und Aufregung den beiden Großen nicht genug Beachtung und Aufmerksamkeit schenken zu können, erdrückten mich fast und ich wusste: ich muss hier raus. 

 

Den Zeitpunkt für unseren Kurztrip ins Falkensteiner Hotel in Bad Leonfelden hätten wir also nicht besser treffen können und ich war so erleichtert, als wir (mit Halskrause aber voller Vorfreude) ins Auto stiegen um dem Alltag für ein paar Tage entfliehen zu können. 

Das Hotel ist aufgrund der Nähe zu unserem Heimatort und der kurzen Anreise für uns besonders vorteilhaft, weswegen wir uns auch im Vorhinein ganz bewusst für dieses Hotel der Falkensteiner Gruppe entschieden hatten. 

In Bad Leonfelden angekommen, begrüßten uns neben den Sonnenstrahlen hoch über der Nebelgrenze auch ganz viele nette Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Hotel. Wir kamen etwas später am Vormittag an, konnten jedoch ohne Stress in Ruhe frühstücken und (ganz ungewohnt an einem Mittwoch) mit Zeitung, Kaffee, frischen Croissants und dem Wissen, die nächsten Stunden ganz ohne Programm zu sein, in den Tag „grooven“. Das Angebot am Frühstücksbuffet ist vielfältig: Von Brot und Gebäck aus der Region, Honig vom Bauern über Bio Fruchtsäfte und Müsli in allen Variationen wird hier bestimmt jeder fündig (und satt). Für Gäste mit Nahrungsunverträglichkeiten gibt es spezielle Angebote und Lebensmittel, glutenfreie Produkte sowie lactosefreies Joghurt. 

Am bereits bezugsfertigen Zimmer wartete neben einem kuscheligen Bett (ich liebe Hotelbettwäsche), einer gemütlichen Sitzecke, einem Balkon mit Blick ins Mühlviertel, Bad, Toilette und Fernseher unsere Badetasche mit dicken Frottee Bademänteln und wir konnten es garnicht erwarten, die Liegen für den restlichen Tag einzunehmen. 

Das Hotel bietet einen sehr großen Indoor-Pool (perfekt für meinen Mann, der gerne seine Längen zieht) und einen etwas kleineren Pool zum Schwimmen im Freien. Die Temperatur der Pools ist leider etwas kühl und lädt nicht wirklich ein sich treiben zu lassen und im Wasser zu verweilen. Für Schwimmer oder Aqua Aerobic Teilnehmer bestimmt kein Problem, für mich mit leichter Erkältung und „lädiert“ jedoch eher ungeeignet und ich steuerte gleich mal die Liegen an. Von denen gibt es im (sehr gut beheizten) Wellnessbereich mehr als genug, ein kleiner separater Ruheraum mit weichen Kuschelbetten ermöglicht es zu schlafen und sich zurückzuziehen.

Was mir am Hotel besonders gefiel ist die Aufteilung – kurze Wege keine Irrgänge. Man braucht keine zwei Minuten vom Saunabereich bis zum Schwimmbad und kann zwischendurch ganz unkompliziert im Bademantel im Bistro vorbeischauen. Es ist auch kein Problem, seinen Vitaminsaft auf der Liege zu schlürfen oder zwischen Sauna und Schwimmen noch schnell einen Spa-Termin zu vereinbaren. Es ist alles in nächster Nähe, wirkt aber gleichzeitig sehr offen und großzügig. 
Wir besuchten schon viele (Thermen-) Hotels und die kompakte Anlegung der verschiedenen Angebote fiel uns hier besonders positiv auf – gibt ja nichts schlimmeres als wenn man was am Zimmer vergessen hat und dafür eine halbe Stunde Gänge und Stufen einkalkulieren muss. Als Eltern wird man da etwas kleinkarierter – jede Minute ist kostbar und muss ausgenutzt und ausgekostet werden ;) 

Das Angebot im Wellnessbereich ist vielfältig mit unterschiedlichen Saunen, Dampfbädern und Liegemöglichkeiten. Auch hier findet man einen Ruheraum – für mich besonders toll – mit Wasserbetten. Es war das erste Mal seit Wochen, dass ich mal richtig bequem lag und nicht das Gefühl hatte, mich ständig umdrehen zu müssen um eine bessere Liegeposition zu finden. Und das Beste: ich schlief. So tief und fest, dass ich danach nicht mal wusste wie lang ich schon dort lag. 

Nach unseren ersten Stunden im Falkensteiner durften wir – bereits tiefenentspannt – als Alternative zum Halbpensionsmenü ein ganz neues Angebot im Hotel testen: „Fondue Chinoise“ . Dieses kann jeden Mittwoch anstatt des inkludierten Menüs separat gebucht werden. 

Das Rezept dafür ist ganz einfach: ein Topf mit heißer Suppe, viele Leckerbissen zum Dippen, abgerundet mit Saucen und Beilagen.
Gemixt mit einem kleinen Stüberl ganz für uns alleine, einer entspannten und ausgeschlafenen Mama und einer guten Flasche Wein für Papa machte es für uns den perfekten Abend, den wir schon so dringend brauchten. 

Die nächsten beiden Tage gingen im Slow-Motion-Modus weiter, eine wohltuende Nacken-und Rückenmassage wirkte Wunder und ich begann mich wieder schmerzfrei zu fühlen. Alles in allem haben wir unseren Aufenthalt wirklich sehr genossen und sind mit vollen Batterien für den Dezember und Schwangerschafts-Endspurt nach Hause gefahren. Vielen Dank an das Falkensteiner Resort Bad Leonfelden und deren Mitarbeiter, die sehr um uns und unser Wohl bemüht waren und unsere freien Tage zu etwas ganz Besonderem gemacht haben. 

// Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit Falkensteiner Hotels & Residences